sog. Studie des Ifo-Instituts

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enzoefan
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sog. Studie des Ifo-Instituts

#1

Beitrag von enzoefan » 26.04.2019 - 16:46

Hallo, Freunde,da hat sich wieder ein Autoindustrienahes Institut zu einer Studie aufgeschwungen. Und siehe da: all haben unrecht, die E-Mobilität ist schmutzig, ein Diesel viel besser usw. Da staunt man... Hier ein Text, den ich an den Bayer. Rundfunk nach einer Nachrichtensendung mailte. in der Sendung konnte ein Technikredakteur nur ein bisschen herumstottern.

>>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Scheider, es ist immer wieder faszinierend und zugleich ärgerlich, wie Medien mit dem Thema Elektromobilität umgehen. So auch in der gestrigen Rundschau im BR.
Ob ich einer Studie des Info-Instituts von Herrn Sinn zum Thema trauen darf, wage ich persönlich zu bezweifeln..
Leider wird dann aber in der Berichterstattung und Kommentierung sehr unscharf und doch einseitig argumentiert. Ich nennen 3 Punkte, die kaum beachtet werden:

1. Es wird die Klimasituation und die Schadstoffsituation in einen Topf geworfen. Das sind aber zunächst einmal zwei Paar Stiefel.
Generell stimmt es, dass auch E-Autos das Klima nicht schnell und dauerhaft schützen können: die CO2- Emissionen sind sicher zu beachten - aber es gibt seriösere Berechnungen als die des Ifo-Instituts.
Klar ist aber auch, dass ich mit einem E-Auto leise (!) und fast schadstofffrei fahre - das schafft kein Verbrenner und schon gar kein Diesel.... Mit etwas Intelligenz kann ich jederzeit grünen Strom laden - und es gibt in Deutschland inzwischen über 16.000 Ladestationen - wenn ich ein bisschen Geld investiere auch in der eigenen Garage. Übrigens bieten Energieversorger überall auch kostenlose Ladestationen an. Man muss sich halt wirklich damit beschäftigen..

2. Die Herstellung- und Rohstoffkosten werden zu schnell und einseitig ins Feld geführt. Natürlich verbraucht ein E-Auto inkl. Batterie Rohstoffe, aber sicher weniger als ein herkömmlicher PKW. Das muss mir erst einmal einer vorrechnen, dass ein moderner Dieselmotor mit 2500 - 3000 Einzelteilen ebensoviele kosten soll wie E-Motor mit 250 Teilen!
Dabei wird dann für herkömmliche Motoren viel Leichtmetall verbraucht, viel Energie allein für einen Motorblock und weitere Aggregate etcetc.

3. Die Frage der Rohstoffe wird gerne traktiert. Meist mit Stammtischparolen. Kinderarbeit fürs Kobalt ist ein Märchen wie vieles andere. Das Recycling von Batterien ist hoch entwickelt und die verbaute Elektronik tut ein übriges, um mit dem Strom intelligent umzugehen - man muss sich halt nur einmal informieren.

Ich will es nicht weiter ausbreiten. Aber es gibt bereits eine Menge Studien, die E-Mobilität seriös darstellen.
Lesen Sie einmal das Edison-Magazin des Handelsblattes (sicher nicht industriefeindlich - dort gibt es auch einen Artikel zu KOBALT) oder auch Blogs wie Elektroauto Renault ZOE – Elektromobilität im Alltag
Ein paar Texte finden Sie im Anhang.

Persönlich: ich habe eine Technikerausbildung und ein Hochschulstudium. Schon deshalb habe ich mich vor dem Umstieg auf ein E-Auto genau informiert.
Seit fast 2 Jahren fahre ich eines mit viel Komfort und einer Reichweite bis zu 300 km. Die Kosten für den Betrieb sind um die Hälfte gesunken, die Anschaffung inkl. Zuschüsse und einem guten Leasingangebot kaum höher, sehr angenehm weil abgesichert die gemietete Batterie. Vielleicht sollten Sie auch einmal Praktiker zu Wort kommen lassen oder - noch besser - den SUV stehen lassen und selbst probieren.
Freundliche Grüsse.>>

Bei N-TV ist bereits ein guter Beitrag erschienen://www.n-tv.de/20984374

benny
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Re: sog. Studie des Ifo-Instituts

#2

Beitrag von benny » 27.04.2019 - 08:43

Es wird noch viele "Studien" in diese Richtung zeigen. Was soll's? Ich freue mich, dass noch nicht so viele elektrisch fahren, denn so sind noch viele E-Tanken kostenlos und auch oftmals frei. ;)

enzoefan
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Re: sog. Studie des Ifo-Instituts

#3

Beitrag von enzoefan » 27.04.2019 - 08:55

Ja, das ist auch ein Argument - aber ich möchte, dass im Interesse der Luftqualität und des Klimas möglichst schnell möglichst viele Menschen die Dringlichkeit begreifen. Und dass Autoindustrie und Politik endlich klare Entscheidungen treffen. Hoffnung mache ich mir keine mehr.
Schönes Wochenende wünscht
KE

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Re: sog. Studie des Ifo-Instituts

#4

Beitrag von benny » 27.04.2019 - 09:14

Ich glaube, dafür muss eher die Industrie und der Schwerlastverkehr sauberer werden. Die paar Autos werden ganz von selbst irgendwann elektrisch. Ich tippe mal auf so 10 Jahre um 50% E-Autos auf den Straßen zu haben. Die ganze Aufregung und das herumgewerfe mit Studien ermüdet mich einfach. Lass die Leute mal langsam herantasten. Ich persönlich kenne niemanden, der nach einer Fahrt im E-Auto nicht ein positives Ah-Ha Erlebnis hatte. Sehr wohl kenne ich aber einige, die den Verfall der Autoindustrie voraussehen und E-Autos als böse und falsch ansehen.
Aber auch das interessiert mich mittlerweile nicht mehr und ich diskutiere das auch nicht mehr. Wenn einige/viele Hersteller pleite gehen, dann ist das halt so. Wenn viele Leute ihren Job deshalb verlieren, OK. Diese Evolution gab es in vielen Bereichen und wird es immer geben. Kennt noch jemand den Eisschneider? Die sind dem Kühlschrank zum Opfer gefallen. Aufweckdienst? Der Wecker/das Handy übernimmt das heute. Telefonistin? Relais und dann der Computer. Laternen-Anzünder? Elektrizität. Ausrufer? .... na ja, diese Liste lässt sich vermutlich endlos weiter schreiben.

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